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Der Unterschied zwischen „möbliert“ und „vermöbelt“

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Die Deutsche Sprache ist spannend, lustig und schön. Über die Erfahrungen mit dem Deutsch lernen hat der Amerikaner David Bergmann ein überaus unterhaltsames Büchlein geschrieben.

Da geht es um so nützliche kleine Wörter wie „tja“, „nanu“ und „eben“, um die Schwierigkeiten mit Perfekt und Imperfekt, mit Pronomen und dem „ch“-Laut, aber auch mit deutschen Fahrkartenautomaten und dem Tarifsystem der Telekom – und ob es richtig „Gluckwünsch“ oder „Glückwunsch“ heißt.

David Bergmann hat zuerst seine 32 deutschen Urururgroßeltern und dann auch die schätzenswerten Feinheiten der deutschen Sprache entdeckt und ist am Ende von Chicago nach Göttingen übersiedelt. Er lässt den Leser wissen, dass Amerikaner die niedlichen „Umlauts“ mögen, die einen wie mit Äuglein freundlich anblicken, und dass das, was manche Deutsche „Bodybag“ nennen, in Großbritannien „Rucksack“ heißt. Dass auch andere unserer Wörter Eingang in den englischen Sprachschatz gefunden haben: Realpolitik, Hintergrund, Schadenfreude, Kindergarten, Zeitgeist, Angst und Wanderlust.

Natürlich gibt es auch ein Kapitel über Anglizismen, diese lächerlichen Dinger, die sich etwa durch Übersetzungspannen aus der Synchronisation englischer Filme eingeschlichen und „das macht keinen Sinn“ oder „das ist ein guter Punkt“ hervorgebracht haben.

Bergmann lässt uns teilhaben an seiner Entdeckungsreise durch die deutsche Sprache, auf der er erfährt, dass es zwischen „möbliert“ und „vermöbelt“ einen Unterschied gibt, dass das Schild „Einbahnstraße“ kein Wegweiser zum Bahnhof und die „Sendung mit der Maus“ nicht der deutsche Ausdruck für E-Mail ist, dass „Schluss mit Lustig“ doch nicht die deutsche Übersetzung von „Happy Ending“ ist und das „Akademische Viertel“ nicht der Stadtteil, wo die Professoren wohnen. Er weiß über die verschiedenen deutschen Rechtschreibreformen offenbar mehr als jeder durchschnittliche Deutsche und staunt nach dem erstmaligen Genuss deutschen Schwarzbrots darüber, dass amerikanisches Brot überhaupt als „Brot“ bezeichnet werden darf.

Am Ende antwortet er auf die Frage, wie es ist, Deutsch als Fremdsprache zu lernen: „Es ist, als wenn man mit einer BMW 7er auf Glatteis fährt. Man ist sich dessen bewusst, etwas Starkes in der Hand zu haben, aber die komplette Kontrolle fehlt.“

David Bergmann: Der die was? Ein Amerikaner im Sprachlabyrinth. Rowohlt, 3. Auflage 2008, 217 Seiten

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