Aufrüstung für den BND?

von Gregor HenkelWas den Bundesnachrichtendienst (BND) von vielen anderen Institutionen unterscheidet, ist der Fakt, dass sein neues Domizil in Berlin wohl fristgemäß fertiggestellt wird. Der BND zieht nach Berlin, lässt aber wenigstens 1000 Mitarbeiter in Pullach, auch nach dem Umzug. Palmen aus Metall zieren die Baustelle, Kunst am Bau nennt man das und bietet so




Die „Mutter Courage“ des deutschen Chansons – Gisela May wurde neunzig Jahre alt

von Jens-Paul Wollenberg Ist es nicht traurig und beschämend zugleich, wenn der Name Gisela May im Gespräch vor allem im Zusam-menhang mit der beliebten Krimigroteske „Adelheid und ihre Mörder“ – mit der langjährigen Loriot-Partnern Evelyn Hamann in der Hauptrolle – erwähnt wird, weil sie, allerdings sehr originell, die Rolle einer wunderlichen Mutter übernommen hatte? Das




Die Schattenseiten der WM in Brasilien

von Dr. André Hahn MdBDarf man sich bei der Fußball-Weltmeisterschaft an tollen, spannenden Spielen erfreuen, wenn man um die schwierige soziale Situation in Brasilien, die enormen Kosten für umstrittene Stadionbauten und den Gigantismus der FIFA weiß? Die meisten Fußball-Fans werden diese Frage sicher mit einem klaren Ja beantworten. Auch ich bin dem Fußball sehr zugetan,




Ein unverhofftes Opernerlebnis

von Ralf Becker Ich sprang aus der Badewanne, holte das Telefon und wählte, um Radio Figaro zu erreichen. Es ist frühmorgens, gerade hatten sie „Norma“ in der Chemnitzer Oper vorgestellt und Freikarten angeboten, eine Oper von Vinzento Bellini. Immer, wenn sie Veranstaltungen oder Bücher vorstellen, werden auch Freikarten bzw. Freiexemplare für Anrufer angeboten. Ich hatte




Ökonomischer Schwachsinn

von Ralf Becker Eine Studie der Commerzbank hat herausgefunden, dass sächsische mittelständische Unternehmen gar nicht so schlecht mit der Eigenkapitalausstattung dastehen, im Ost-West-Vergleich auch mitunter besser. Investitionen würden deshalb vorwiegend auch aus Eigenkapital finanziert. Außerdem gehe es den Unternehmen vorwiegend um Substanzerhalt und zu wenig um Wachstum. Dabei bestehe doch in Maschinen- und Werkzeugbau, Nanotechnologie




Japanische Reise im März

von Klaus Tischendorf Immer, wenn der Sächsische Ministerpräsident auf Reisen geht, ist der Sächsische Landtag mit zwei Landtagsabgeordneten dabei – jeweils eine bzw. einer von den Regierungsparteien und von der Opposition. Am 20. März dieses Jahres begab sich Ministerpräsident Tillich auf eine einwöchige Reise nach Japan, an der ich als Oppositionsvertreter teilgenommen habe. Für mich




Die Satzungsdebatte auf dem Bundesparteitag

von Tilman Loos Auf dem Programm des Bundesparteitags standen unter anderem diverse Satzungsänderungsanträge sowie Anträge zu weiteren grundlegenden Formalia der Partei DIE LINKE. Die Behandlung von Satzungsänderungsanträgen musste auf anderen Parteitagen immer wieder verschoben, abgesagt oder unfertig abgebrochen werden, zuletzt beim Bundesparteitag in Dresden. Das hat dazu geführt, dass sich diverse Satzungsänderungsanträge bis zu diesem




Alle Jahre wieder

Resignierte Anmerkungen zu einer Serie schlechter Trivialliteratur von Kerstin Köditz Manchmal ändert sich etwas im Freistaat Sachsen. Langsam, und nicht immer zum Besseren. Und vieles bleibt einfach, wie es schon immer gewesen ist. Als endlose Kette von Wiederholungen. Wie im Fernsehen. Jedes Jahr zu Sylvester fragt Butler James in der Komödie „Dinner for one“ eher




Peter Reichel, Direktkandidat für den Wahlkreis 9 (Zwickau 5)

Warum will ich für den Sächsischen Landtag kandidieren? In meinem Wahlkampf zum Bürgermeister der Gemeinde Callenberg, den letztlich ein auswärtiger CDU-Kandidat gewann, hörte ich immer wieder folgenden Satz: „Mit der CDU sind wir seit Jahren gut gefahren!“ Eine Antwort auf das „Wohin“ bekam ich nie. Der Stand des Freistaates nach 23 Jahren CDU-Herrschaft mit wechselnden




Aufklärung des NSA-Skandals wird blockiert

von André Hahn Die im Bund regierende Koalition unternimmt seit Wochen fast alles, um im Bundestag die Arbeit des NSA-Untersuchungsausschusses zu torpedieren. Das begann beim Umgang mit dem Antrag von LINKEN und Grünen, Edward Snowden, der den Überwachungsskandal aufgedeckt hat, als Zeugen in Berlin zu vernehmen. Die Entscheidung hätte schon im April fallen müssen, aber