„Zur Aktualität von Revolutionen im 21. Jahrhundert“

MARX IS MUSS-Kongress 2015 von René Lindenau Dass alles alternativlos sei, behauptet immer wieder die aus den „Ostgebieten“ einverleibte amtierende Kanzlerin, Angela Merkel. Solch alternativloses Denken mag der Frau noch aus ihrer aktiven FDJ-Zeit bekannt sein. Demgegenüber behauptete der im Westen sozialisierte einstige Ministerkollege Norbert Blüm: „Marx ist tot“. Beide irren sich. Denn die andauernden




Kreativer „Störenfried“ rechnet ab

von Marcel Braumann Erich Mehlhorn ist es gewohnt, als „Störenfried“ zu gelten: Das war schon in der DDR so, wo er dem ZK der SED einen Brief schrieb, der den Parteisekretär der Schule, an der Mehlhorn u.a. als Schulleitungsmitglied für Musik und Schulbeauftragter für die FDJ-Arbeit wirkte, zu diesem Urteil veranlasste. Und das ist auch




Wie christlich ist das Abendland?

Gegenfrage: Muss es denn überhaupt christlich sein? Wenn man die Bezeichnung Abendland nur aus dem westlichen Sonnenuntergang herleitet und ihm das Morgenland einzig als die östliche Gegend des Sonnenaufgangs gegenüberstellt, ist diese Frage leicht zu beantworten. Das Abendland muss nicht christlich sein! Morgenland und Abendland sind jedoch mehr – sie sind kulturelle Konzepte. Deshalb findet




Immer wieder Sachsen

von Kerstin Köditz Die Old Skool Hooligans vertreiben T-Shirts. Nein, keine T-Hemden. Das wäre Sache der ewig deutschtümelnden Nazis. Sondern solche mit dem Konterfei von Frank Zappa oder des Avantgarde-Jazzers Sun Ra. Beide völlig inkompatibel mit der Gedankenwelt und den kulturellen Idealen der Neonazis. Oldschool Records dagegen zeigen bereits in ihrer Eigenwerbung deutlich, was bei




Schlag nach bei Rosa – Ständiges Rosa-Luxemburg-Seminar in der RLS Leipzig eröffnet

von Wulf Skaun „Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden.“ Rosa Luxemburgs Demokratieverständnis, pointiert in dieser Sentenz, hat weder Lenin, dessen Revolutionstheorie sie kritisch beurteilte, noch seinen realsozialistischen Erben in der DDR geschmeckt. Allgemeiner: Zu allen Zeiten bemächtigten sich Freund und Feind dieses Zitats, wenn sie glaubten, daraus Kapital für ihre Zwecke schlagen zu können. Doch




#Freital #Frigida #Sachsen²

von Lutz Richter Nach 25 Jahren CDU-Herrschaft mangelt es in Sachsen an demokratischer Kultur, Weltgewandtheit und Solidarität. Für mich eine vernichtende Bilanz, die ihren Ausdruck unter anderem in PEGIDA findet. Setzt man dies in Quadrat, bekommt man einen ungefähren Eindruck von der aktuellen Situation in Freital. Freital ist eine durchaus interessante Stadt, mit einer sozialdemokratischen




„Der singende Tresen“ trotzt „Kaltland“

von Jens-Paul Wollenberg Sie spielen für ein Publikum, das Zuhören und Nachdenken nicht verlernt hat. Sie kreieren eine inzwischen eigene Stilistik, in musikalisch abwechslungsreicher Vielfalt mit oft politischem Hintergrund, bewegen sich sehr virtuos zwischen Chanson, Punk, Klezmer, Folk, Rock oder Freejazz. So weben sie mit der charismatischen Frontfrau und sensiblen Lyrikern Manja Präkels einen schwebenden




Politische Tätigkeit und Bildung gehören zusammen

von Ralf Becker Die Frühlingsakademie der LINKEN ist bereits eine feste Institution. In diesem Jahr fand sie vom 13.-17. Mai im Tagungs-Campus Bauhausdenkmal in Bernau-Waldfrieden bei Berlin statt. Sie stand unter dem Thema „Die große Unsicherheit bekämpfen! Prekäre Arbeits- und Lebensverhältnisse und Krise des politischen Systems – Linke Gegenstrategien“. Selbstredend beschäftigte sie sich dabei mit




Nach 25 Jahren ist alles besser

von Enrico Pfau Neulich traf ich mich mit meiner Tochter Hannah zum 25. Jahrestag des Aufbruchs in eine neue Gesellschaft. Nachdem wir ausgelassen über alte Zeiten gesprochen hatten, fragte sie mich: „Aber sag mal, Papa, wie war das damals mit der Grenze? Wieso habt ihr … wieso hast du zugelassen, dass so viele Menschen an




„Es wird irgendwie akzeptiert, dass Reiche so etwas tun dürfen“

Die Sonne scheint, die Elbe fließt gemächlich, Radler strampeln. Plötzlich brechen Bagger aus dem Gebüsch und reißen, ohne jede Absicherung, den Asphalt auf – und das auch noch an falscher Stelle. Dresden diskutiert über die Zerstörung eines Teils des Elberadwegs auf städtischem Grund, mit der sich die Architektin Regine Töberich, die einen Komplex von Luxuswohnungen