„Man sollte versuchen, bewusst zu kaufen“

Primark eröffnete am 20. November in Dresden eine neue Niederlassung. Mit über 7.000 Quadratmetern Verkaufsfläche ist sie das größte Geschäft in der Centrum-Galerie auf der Prager Straße, Dresdens bekanntester Einkaufsstraße. Der irische Textilhändler ist berühmt-berüchtigt: Berühmt für seine große Auswahl an Kleidung für insbesondere junge Kundinnen und Kunden zum kleinen Preis, berüchtigt für die schlechten




Wiederauferstehung der Volkseigenen Betriebe?

von Ralf Richter In der Unterzeile des bei Campus erschienenen, etwa 500 Seiten starken Buches heißt es „Das Internet der Dinge, Kollaboratives Gemeingut und der Rückzug des Kapitalismus“. Bei manchen Büchern macht der Titel neugierig, bei anderen sind es die Untertitel, die einen „ins Boot holen“. Für mich waren es die letzten drei Wörter des




„Keine Belastung, sondern eine Bereicherung“ – zwei Gespräche zur Flüchtlingspolitik

Jens-Eberhard Jahn diskutierte für „Links!“ mit Juliane Nagel, Abgeordnete der LINKEN im Sächsischen Landtag, und mit Pater Pflüger, Leiter des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes, über die Themen Migration und Flucht. Juliane Nagel, Sie sind als Mitglied der Linksfraktion auch Flüchtlingspolitik zuständig. Wie sehen Sie das Flüchtlingsproblem? Nicht die Flüchtlinge sind das „Problem“, sondern diejenigen, die verfolgte, Schutz suchende




Dreitägige Klausur im Land der EU-Ratspräsidentschaft

von Jan-Robert Karas Die Linksfraktion im Europäischen Parlament, GUE/NGL, hielt vom 18.-20. November ihre Studientage in Florenz ab. Traditionell finden die Studientage in dem Land statt, das gerade die Ratspräsidentschaft innehat. Die Studientage hatten ein umfangreiches und dicht gedrängtes Programm. Dabei war die Jugendarbeitslosigkeit in der EU aufgrund der Kürzungspolitik der vergangenen Jahre Schwerpunkt der




Um gute Arbeit muss gekämpft werden, ganz besonders in Sachsen!

von Sabine Zimmermann In den letzten 25 Jahren sind viele größere und kleinere Betriebe in Sachsen für immer von der Bildfläche verschwunden. Einher ging damit der Verlust von zigtausenden Arbeitsplätzen, vor allem im industriellen Bereich. Ein aktuelles Beispiel beschäftigt derzeit die Menschen in Zwickau. Dort soll der Standort der Deutschen Bahn zur Fahrzeuginstandhaltung Ende 2015




Was will das Volk?

Bei Jauch hat man es nicht erfahren – jetzt stellt Deutschlandradio Kultur diese Frage in der Frauenkirche von Ralf Richter Günter Jauch war sichtlich pikiert, als Kathrin Oerthel von PEGIDA sich als einfache Frau “aus dem Volk” vorstellte. Kann sich irgend jemand Jauch vorstellen, bei einer Demo “Wir sind das Volk!” rufend? Es war schon



Strafverschärfung schießt über das Ziel hinaus

von Jörn Wunderlich Am 14. November 2014 stand in abschließender Beratung das „Gesetz zur Änderung des Strafgesetzbuches – Umsetzung europäischer Vorgaben zum Sexualstrafrecht“ auf der Tagesordnung des Deutschen Bundestages. Der Gesetzentwurf wurde von der Bundesregierung bzw. den Regierungskoalitionen anlässlich der „Edathy-Affäre“ erarbeitet. Gegen Herrn Edathy läuft ein Ermittlungsverfahren wegen des Besitz und des Erwerbs von




Wohin mit der Sächsischen Landesausstellung?

von Jochen Mattern Landesausstellungen haben in Sachsen eine gute Tradition. Die bisherigen drei in Panschwitz-Kuckau, Torgau und Görlitz fanden regen Zuspruch und überregionale Beachtung. Nach den Präsentationen zu den Themen Glaube, Reformation und Via regia bestand unter den maßgeblichen Akteuren Einigkeit darüber, dass die vierte Landesausstellung 2018 sich der Industriekultur in Sachsen widmen solle. Der




„Das muss drin sein: Gute Arbeit, gutes Leben!“

von Thomas Dudzak DIE LINKE will das Thema „prekäre Lebensverhältnisse“ in den gesellschaftlichen Diskurs zurückbringen Rund ein Viertel der Beschäftigten und ein Drittel der Bevölkerung werden heute von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgegrenzt: Infolge der Agenda 2010 sind Leiharbeit, Werkverträge und Befristungen an der Tagesordnung, insbesondere junge Menschen kommen nach der Ausbildung in unsichere Beschäftigungsverhältnisse mit




Die Kunst, Recht zu behalten – Über die Vereinbarkeit von Ethik und Rhetorik

von Enrico Pfau „Neulich haben Sie doch etwas behauptet, was am Ende nichts als Sozialismus ist. Wenn wir das umsetzen, was sie vorschlagen, geht hier alles kaputt. Das wird jeder hier im Publikum, der bei Verstand ist, einsehen. Sowieso ist die Mehrheit der Bevölkerung dagegen und ihre Parteichefin warnt öffentlich vor einer Spaltung der Partei.