Hurra!? Wir 64er werden 50

von Ralf Richter Gibt man bei google „Jahrgang 1964“ ein, bekommt man 1.520.000 Einträge. Was ist das Besondere an uns 1964ern? Mit 1.367.304 Lebendgeborenen sind wir der geburtenstärkste Jahrgang, der jemals zwischen Kap Arkona und Fichtelberg, Bodensee und Flensburger Förde ins Leben trat. Vor uns waren die Jahrgänge schwächer – und heute? 1991 wurden nur



Von Pippi Langstrumpf, Dagobert Duck und – dem schwarzen Peter

Am 25. Juni haben in Leipzig tausende Studierende, Lehrende und andere Engagierte gegen die Kürzungsmaßnahmen im sächsischen Bildungswesen protestiert. Besonders erfreulich: Auch die Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz (LRK) und Rektorin der Universität Leipzig, Beate Schücking, marschierte mit. Das ist eine neue Qualität in der bildungspolitischen Debatte im Freistaat. Das trifft übrigens auch auf die klare Positionierung




Greg Graffin: Anarchie und Evolution. Glaube und Wissenschaft in einer Welt ohne Gott

von Uwe Schaarschmidt Nur Atheist zu sein, genügt dem Punk-Sänger und Evolutionsbiologen Greg Graffin nicht. Er plädiert für eine naturalistische Weltsicht. „Naturalisten gehen davon aus, dass das Universum bloß auf vier Dingen aufbaut: Raum, Zeit, Materie und Kraft – das war‘s.“ So erklärt Greg Graffin kurz und bündig seine Sicht auf die Dinge. Aber natürlich




Ländliche Räume als bildungspolitisches Labor

von Jens-Eberhard Jahn Völlig gleich, welcher politischen Couleur die jeweiligen SchulpolitikerInnen angehören – alle fordern sie mehr Geld für die Bildung. Kurzfristig mag das erfolgreich sein – langfristig führt eine solche Strategie in die Sackgasse. Denn weder global noch regional ist es realistisch, von ökonomischen Wachstumsraten auszugehen, die den Aufbau eines idealen Schulsystems ermöglichen könnten.




Wenn der Topf aber nun ein Loch hat …

von Jochen Mattern Als Brunhild Kurth im Frühjahr 2012 ihr Amt als Kultusministerin antrat, waren die Erwartungen an ihre Amtsführung groß. Sie galt als eine Frau vom Fach, weil sie aus der Schulverwaltung kam und mit den schulorganisatorischen Angelegenheiten vertraut zu sein schien. Ins Amt berufen worden war sie, um die verfehlte Personalpolitik ihres Vorgängers




„Immun gegenüber Sachsen-bezogener Arroganz und Vorurteilen“

Links! sprach mit dem sächsischen Landtagsabgeordneten Heiko Kosel (Fraktion DIE LINKE) über dessen Vernetzungsarbeit mit der polnischen und tschechischen Linken, Sorbenrechte und Internationalismus. Herr Kosel, was ist derzeit das drängendste grenzüberschreitende Problem? Ein aktueller Gesichtspunkt sind grenzüberschreitende Aktionen der Neonazis, das ist eine allgemeine politische Aufgabe. Im parlamentarischen Arbeitsbereich ist vor allem die grenzüberschreitenden Zusammenarbeit




Bitte einen Broiler mit Sättigungsbeilage!

von Peter Porsch Demnächst jährt sich der Fall der Mauer zum 25. Mal. In drei Jahren wird dieses Bauwerk bereits so lange verschwunden sein, wie es einst gestanden hat. Da taucht oft die Frage auf, was denn geblieben sei von dieser DDR, die sich hinter der Mauer verschanzt hatte, und was endgültig versickert ist im




Afghanistan-Krieg bekommt der Bundeswehr wie eine Badekur

von Pieter Potgieter Nun ist es also heraus: Paul Hindenburg, Feldmarschall und Steigbügelhalter Hitlers hatte mit seinenm Aussspruch – der ihm später als maßloser Zynismus ausgelegt wurde – offenbar vollkommen recht als er kaltschnäuzig meinte: “Der Krieg bekommt mir wie eine Badekur!” De facto nichts anderes fördert nun eine – mit einigen hunderttausenden Euro an




Von Staatsnähe und Staatsferne

von Falk Neubert „Die Zusammensetzung der Aufsichtsgremien der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ist gemäß Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG am Gebot der Vielfaltsicherung auszurichten. Danach sind Personen mit möglichst unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungshorizonten aus allen Bereichen des Gemeinwesens einzubeziehen. Die Organisation des öffentlich-rechtlichen Rundfunks muss als Ausdruck des Gebots der Vielfaltsicherung dem Gebot der Staatsferne




„Wir sind die erste Wahl für den politischen Wechsel“

Mit selbstbewusster und positiver Tonalität in den Wahlkampf von Thomas Dudzak In unserer Wahlstrategie konstatieren wir: „Seit 25 Jahren regiert die CDU in Sachsen ununterbrochen. Es ist Zeit für eine Wende.“ So müssten in Sachsen einmal mehr die Fenster geöffnet werden, um frischen Wind hereinzulassen. „Ein neuer demokratisch-kultureller Aufbruch ist notwendig“, steht in der Strategie,