Die Sache mit der Befreiung

von Peter Porsch Wir haben Mai und in diesem Mai den 8. Mai als einen besonderen Tag. Das ist unwiderruflich der 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus – vom Faschismus der besonders brutalen nationalsozialistischen Prägung. Da beißt die Maus keinen Faden ab, wie man mit dem Volksmund sagen kann. Doch es beißen einige am Faden,




Stadtplanung versus Investoren-Pläne: Beispiel Leipziger Vorstadt (Dresden)

von Jacqueline Muth Am Neustädter Hafen in Dresden soll ein neues Wohnviertel entstehen. Das Gebiet ist problematisch: Eisenbahntrasse und kontaminierte Bahnbrachen, die Leipziger Straße als stark befahrene Durchgangsstraße. Und das Neustädter Elbufer, das 2002 und 2013 dermaßen überflutet war, dass eigentlich an eine Wohnbebauung nicht zu denken sein dürfte. Entsprechend feinsinnig versucht nun der Stadtrat,




Viel Geschrei um … wenig

von Steffen Juhran Vom 17. bis 19. April kam die Linksjugend [‘solid] in Erfurt zu ihrem jährlichen Bundeskongress zusammen. Sachsen gehörte wie jedes Jahr mit seiner 20-köpfigen Delegation zu den „großen Fischen“, auch wenn der Landesverband Bayern mit 22 und Nordrhein-Westfalen unangefochten mit 44 Delegierten noch stärker in den 250-köpfigen Buko eingehen. Traditionell geht es




Pakistanische Textilkonzerne in die Verantwortung nehmen!

von Caren Lay Reisen von Parlamentariergruppen – das heißt im Normalfall Treffen mit ParlamentarierInnen, MinisterInnen und anderen Würdenträgern des Gastlandes. Begegnungen mit Gewerkschaften und unorganisierten ArbeiterInnen stehen normalerweise nicht auf dem Programm. Umso mehr freue ich mich, dass sich meine Parlamentariergruppe auf meinen Vorschlag hin mit linken Gewerkschaften und Opfern und Angehörigen der Katastrophe in




In die Offensive gehen

von Rico Gebhardt Der 1. Mai liegt hinter uns und damit auch der Start unserer bundesweiten Kampagne gegen prekarisierte Lebensverhältnisse „Das muss drin sein“. Einen besseren Zeitpunkt für den Kampagnenstart hätte es kaum geben können. Nein, nicht nur weil wir so am 1. Mai – zu meinem Bedauern für viele Menschen inzwischen wohl ein „ganz




Armut in Sachsen: Die Beispiele Stromabschaltungen und Sozialbestattungen

von Dietmar Pellmann, Susanne Schaper Die Linksfraktion hat in den vergangenen Jahren auf verschiedene Weise öffentlich deutlich gemacht, dass ein beträchtlicher Teil der sächsischen Bevölkerung von Armut betroffen ist. Neben zahlreichen eigenen Analysen zu verschiedenen Armutslagen fanden bislang sieben Armutskonferenzen statt. Diese Tradition soll auch in der neuen Legislaturperiode fortgeführt werden; so ist die achte




Neodadaistischer Aufruhr oder Mit Turbopoesie gegen den Turbokapitalismus

Anmerkungen zu Kramer/Mießner/Pohl/Schittko et al.: „my degeneration“ My degeneration – wer denkt da nicht zu allererst an den Song „My Generation“ aus den 60er Jahren, der auf dem gleichnamigen Album der Band The Who zu finden ist und vom Lebensgefühl der jungen Generation zu jener Zeit Kunde gibt, von ihrem Überdruss an den überkommenen Verhältnissen,




Immer mehr ältere Erwerbslose im Hartz IV-Bezug

von Sabine Zimmermann Die Beschäftigung über 55-Jähriger ist seit 1999 in Sachsen deutlich gestiegen, von 166.323 auf 301.478 im Jahr 2014. Leider liegt dies nicht an fundamental verbesserten Chancen Älterer am Arbeitsmarkt, wie von Regierungsseite oft frohlockt wird, sondern überwiegend am Alterungsprozess der Belegschaften in den Betrieben. Im selben Zeitraum hat nämlich die Altersgruppe der




Die Zukunft beginnt im Heute…

Bericht über die LINKE Woche der Zukunft von Sabine Pester … doch leider ging sie ohne mich los. Denn über 400 Menschen hatten sich zur LINKEN Woche der Zukunft in Berlin angemeldet, die von der Partei DIE LINKE, der Linksfraktion im Bundestag sowie der Rosa-Luxemburg-Stiftung organisiert wurde. Und schon bei den ersten beiden Veranstaltungen am




Für ein weltoffenes Königstein

von Anja Oehm Mario Bauch (parteilos) kandidiert als Bürgermeister in der Festungsstadt Der Ratssaal ist voller aufmerksamer Zuhörer. Gebannt lauschen sie dem jungen Mann, der sachkundig und in außergewöhnlicher Sprachkultur erläutert, wie man Heimatgeschichte in einer Chronik verewigt. Noch Tage später schwärmen die Chronisten vom Referenten: Mario Bauch aus Königstein. Die Geschichte, so sagt er,