„Kämpfe vereinen!“ – Demonstration zum Frauen*kampftag

von Corinna Böhme Der internationale Frauentag wird nun seit dem frühen 20. Jahrhundert jährlich gefeiert, traditionell werden an diesem Tag Nelken an Frauen* verteilt. Außer Blumen wurde Informationsmaterial von der Linksjugend [‘solid] und der LINKEN verteilt. Ein Novum allerdings ist, dass es neben Material und Blumen dieses Jahr auch eine Frauen*Kampftagsdemonstration in Leipzig gab. Letztes




WBS 70, EW65 und die „sozialistische Lösung der Wohnungsfrage“

von Dr. Michael Eckardt Kaum etwas repräsentiert den Unterschied zwischen der bis 1990 zweigeteilten deutschen Baugeschichte besser als die mit großen Namen verbundenen repräsentativen Einzelbauten im Westen und die weitgehend namenlos gebliebenen Kollektiventwürfe der tausendfach ausgeführten Wohnbauserien im Osten. Der gelegentlich zum Zerrbild vereinfachten Gegenüberstellung von individuell-genialischer Baukunst auf der einen und kollektiv-mittelmäßiger „Komplexprojektierung“ auf




Liebknecht-Kreis Sachsen gegründet

von Heiderose Gläss und G. Dietmar Rode Der Liebknecht-Kreis konstituierte sich nach mehrmonatiger Vorbereitungszeit am Samstag, dem 14. März 2015 in Leipzig als ein neuer Zusammenschluss innerhalb des sächsischen Landesverbandes der Partei DIE LINKE. Über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus fast allen sächsischen Kreisverbänden – darunter mehrere Bundes- und Landtagsabgeordnete –beschlossen den Gründungsaufruf. Er beruft




Grundeinkommen – linkes Projekt für heute und die Zukunft?

von Ronald Blaschke Das Grundeinkommen ist eine bedingungslose materielle Absicherung der Existenz und gesellschaftlichen Teilhabe eines jeden Menschen – ohne Bedürftigkeitsprüfungen durch Sozialämter oder Jobcenter, ohne einen Zwang zur Erwerbsarbeit oder zu einer Gegenleistung, individuell garantiert. Im Gegensatz dazu stehen Grund- und Mindestsicherungen, bei denen man sich öffentlich als arm outen muss, und die regelmäßig




„Akademisierungswahn“ – Nida-Rümelin rechnet ab

von Ralf Richter Julian Nida-Rümelin meldet sich zu Wort. Der Kulturstaatsminister der Schröder-Fischer-Regierung hat ein bemerkenswertes Buch geschrieben, das in der edition Körber-Stiftung erschienen ist. Auf 256 Seiten analysiert Rümelin die Kursrichtung aktueller Bildungspolitik. Dabei sagt der Titel „Der Akademisierungswahn – Zur Krise beruflicher und akademischer Bildung“ schon viel aus. Freilich, der aus einer Künstlerfamilie




Frankfurt am Main, 18. März 2015

von Peter Porsch Im Internet finde ich bei t-online.de ein Video mit dem Titel „Autos und Barrikaden brannten“. Sie brannten in Frankfurt am Main. Anlass war die Eröffnung des neuen Hauptquartiers der EZB, das mehr als eine Milliarde Euro gekostet hat. Demonstriert sollte werden. Ein internationales Bündnis von Parteien, Gewerkschaften, Initiativen unter Führung von Blockupy




Zu Thomas Pikettys „Das Kapital im 21. Jahrhundert“

von Prof. Dr. Helga Schultz Wie kaum ein anderer Ökonom der jüngeren Zeit entzweit der Franzose Politik und Fachwelt, seitdem sein Buch ins Englische übersetzt wurde. Hochmut gegenüber Methode und Darstellung geht Hand in Hand mit der Abwehr der politökonomischen Schlussfolgerungen: „Yes, r>g. So what?“ (Gregory Mankiw in einem Paper der Harvard University, Nov. 2014).




Braucht das Leben der Seniorinnen und Senioren eine kommunale Altenhilfeplanung?

von Heidi Lüth Nicht am Begriff stoßen und weiterblättern! In der Tat gibt es einen Weltaltenplan, beschlossen auf der Weltversammlung zu Fragen des Alters 2002. Schon 1982 hatte es den ersten Plan gegeben – kritisiert wurde auf der Weltversammlung, dass der erste Plan weder verfolgt noch analysiert wurde. In einer Berliner Ministererklärung der UNCE-Region wird




Maßnahmenkatalog gegen Missstände in Jobcentern nötig

von Sabine Zimmermann Im März schlug ein Undercover-Bericht des Wallraff-Teams in den Jobcentern hohe Wellen. Darin wurde aufgedeckt, was Betroffenen und Kennern schon bekannt ist, aber in der Öffentlichkeit viel zu wenig Beachtung findet: Erwerbslose werden in sinnlose Maßnahmen gedrückt, nachhaltige Förderung findet nicht statt, selbst bei der Leistungsauszahlung hakt es oft. Zugleich leiden die




„Handlungsspielräume“ – Gespräch mit Michael Leutert über seine Mexiko-Reise

Herr Leutert, Sie waren vor kurzem eine Woche in Mexiko. Was treibt einen sächsischen Bundestagsabgeordneten in ein so fernes Land? Welches Land ist in unserer globalisierten Welt noch fern? Außerdem gibt es zwischen Mexiko und Sachsen enge historische Verbindungen: Insbesondere Alexander von Humboldt, der ja in Freiberg an der Bergakademie studierte, hat in Mexiko auf